Allgemeine Geschäftsbedingungen
Fassung 2026-09 · Stand 3. September 2026
für die Nutzung von HeyLooQ, angeboten vonSMOBIT e.K., Christian De Buhr, Im Obstgarten 2b, 27798 Hude — nachfolgend „wir" oder „HeyLooQ".
§ 1 Geltungsbereich, nur Unternehmen
Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von HeyLooQ. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsinhalt, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.
HeyLooQ richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, also an Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die den Vertrag zu ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit abschließen. Ein Vertrag mit Verbrauchern kommt nicht zustande. Der Kunde bestätigt seine Unternehmereigenschaft bei Vertragsschluss ausdrücklich.
Ein Widerrufsrecht besteht deshalb nicht: Die Vorschriften über den Widerruf im Fernabsatz (§§ 312g, 355 BGB) gelten nur für Verbraucherverträge.
§ 2 Vertragsschluss, Testphase
Die Darstellung unserer Leistungen auf der Website ist kein bindendes Angebot. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde in der Anwendung seinen Betrieb anlegt und wir den Zugang freischalten.
Beim Anlegen bestätigt der Kunde, dass er diese Bedingungen und den Auftragsverarbeitungsvertrag gelesen hat und mit ihnen einverstanden ist, dass er als Unternehmen abschließt und dass er berechtigt ist, den Vertrag für den angegebenen Betrieb abzuschließen. Wir halten diese Bestätigungen mit Fassung, Zeitpunkt und Namen fest; der Kunde kann sie jederzeit bei uns abfragen.
Testphase. Neue Betriebe können HeyLooQ 14 Tage kostenlos testen. Es sind keine Zahlungsdaten erforderlich. Die Testphase geht nicht selbsttätig in ein kostenpflichtiges Abonnement über; sie endet mit Ablauf der 14 Tage, sofern der Kunde nicht vorher ein Paket bucht.
§ 3 Leistungsgegenstand
Wir stellen HeyLooQ als Software über das Internet zur Nutzung bereit („Software as a Service") und betreiben, warten und entwickeln sie weiter. Der Kunde erhält keine Software zur Installation.
Welche Bestandteile gebucht sind — Basismodul, weitere Module, Add-ons und Zugänge — ergibt sich aus der Buchung des Kunden und der jeweils gültigen Preisliste. Die Leistungsbeschreibung folgt dem jeweiligen Stand der Anwendung.
Wir dürfen die Anwendung fortentwickeln, insbesondere Funktionen verbessern und ergänzen. Eine wesentliche Einschränkung des gebuchten Funktionsumfangs teilen wir mindestens sechs Wochen vorher in Textform mit; der Kunde kann in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 4 Systeme, die der Kunde verbindet
HeyLooQ kann Daten aus Systemen des Kunden abholen und dorthin übertragen — etwa Postfächer, Buchhaltungsprogramme oder Cloud-Ablagen. Diese Verbindungen richtet der Kunde mit seinen eigenen Zugangsdaten ein; damit erteilt er uns die Weisung, Daten dorthin zu übertragen oder von dort abzuholen.
Für Verfügbarkeit, Funktionsumfang, Preise und Datenschutz dieser Drittsysteme übernehmen wir keine Haftung. Ändert ein Anbieter seine Schnittstelle oder stellt sie ein, kann die betreffende Funktion entfallen; wir informieren den Kunden, sobald wir davon Kenntnis haben.
§ 5 KI-Funktionen
HeyLooQ enthält Funktionen, die Inhalte mit Hilfe eines KI-Dienstleisters auswerten — etwa Mails einsortieren, Antworten vorschlagen, Vorgänge zusammenfassen oder Sprache in Text überführen. Einzelheiten zur Verarbeitung stehen in der Datenschutzerklärung und im AVV.
Ergebnisse von KI-Funktionen sind Vorschläge. Sie können unvollständig oder falsch sein. Der Kunde prüft sie, bevor er auf ihrer Grundlage handelt — insbesondere bei Mails, die versendet, und bei Belegen, die verbucht werden. Eine Zusicherung der Richtigkeit ist damit nicht verbunden.
§ 6 Zugänge und Mitwirkung des Kunden
Zugänge sind personengebunden und dürfen nicht von mehreren Personen gemeinsam benutzt werden. Der Kunde bewahrt Kennwörter sorgfältig auf und meldet uns unverzüglich, wenn er den Verdacht hat, dass ein Zugang missbraucht wird.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, welche Inhalte er einstellt und ob er sie einstellen darf. Er stellt insbesondere sicher, dass er personenbezogene Daten Dritter in HeyLooQ verarbeiten darf.
Für die Nutzung braucht es einen Internetzugang und einen aktuellen Browser; beides stellt der Kunde selbst.
Betriebliche Mitbestimmung. HeyLooQ erfasst Arbeitszeiten, führt eine Einsatzplanung und protokolliert Vorgänge. Das kann eine technische Einrichtung im Sinne des § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG sein — unabhängig davon, ob eine Überwachung beabsichtigt ist. Besteht beim Kunden ein Betriebsrat, obliegt es dem Kunden, dessen Mitbestimmungsrecht zu wahren und, soweit erforderlich, eine Betriebsvereinbarung zu schließen.
Berufsgeheimnisse. Wer einer Schweigepflicht nach § 203 StGB unterliegt — etwa Rechtsanwälte, Ärzte, Therapeuten oder Steuerberater —, prüft vor der Eingabe von Mandanten-, Patienten- oder Klientendaten gesondert, ob deren Offenbarung an uns und an die in Anlage 3 des AVV genannten Dienstleister zulässig ist. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ersetzt diese Prüfung nicht: Er verpflichtet zur Datenschutzkonformität, nicht zur Verschwiegenheit im Sinne des § 203 Abs. 4 StGB.
§ 7 Preise, Abrechnung und Zahlung
Es gilt die bei Buchung gültige Preisliste. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Abgerechnet wird im Voraus für den gewählten Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich). Ändert der Kunde seine Buchung während eines laufenden Zeitraums, rechnen wir die Änderung anteilig ab.
Die Zahlung erfolgt per SEPA-Lastschrift. Der Kunde erteilt dafür ein Mandat und sorgt für Deckung des Kontos. Kosten einer Rücklastschrift, die er zu vertreten hat, trägt der Kunde.
Bleibt eine fällige Zahlung trotz Mahnung und angemessener Nachfrist aus, dürfen wir den Zugang sperren. Die Pflicht zur Zahlung bleibt davon unberührt. Vor einer Sperrung mahnen wir in Textform und setzen eine Frist von mindestens zwei Wochen; die Daten des Kunden bleiben während der Sperrung erhalten.
Preisänderungen teilen wir mindestens acht Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Der Kunde kann bis zum Wirksamwerden zu diesem Zeitpunkt kündigen; kündigt er nicht, gilt der neue Preis ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Auf dieses Recht weisen wir in der Mitteilung hin.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Die Kündigungsfrist richtet sich nach dem gewählten Abrechnungszeitraum:
| Abrechnung | Kündigung |
|---|---|
| monatlich | mit einer Frist von 7 Tagen zum Monatsende |
| jährlich | mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende des Vertragsjahres; sonst verlängert sich der Vertrag um jeweils zwölf Monate |
Die Kündigung ist in Textform zu erklären, etwa per E-Mail an service@smobit.de.
Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit einem erheblichen Betrag in Verzug ist oder die Anwendung rechtswidrig nutzt.
Nach Vertragsende stellen wir dem Kunden einen vollständigen Export seiner Daten bereit und halten ihn 30 Tage abrufbar. Danach werden die Daten gelöscht; Einzelheiten regelt der AVV.
§ 9 Verfügbarkeit, Wartung und Support
Wir betreiben HeyLooQ mit Sorgfalt und streben eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an. Ausgenommen sind Zeiten, in denen die Anwendung aus Gründen nicht erreichbar ist, die wir nicht zu vertreten haben, sowie angekündigte Wartungsfenster.
Das ist eine Zielgröße, keine zugesicherte Eigenschaft. Gutschriften oder Vertragsstrafen bei Unterschreitung sind nicht vereinbart. Wartungsarbeiten legen wir nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten und kündigen sie an, wenn mit einer spürbaren Einschränkung zu rechnen ist.
Support leisten wir per E-Mail und über die Hilfefunktion der Anwendung an Werktagen. Eine bestimmte Reaktionszeit ist nicht vereinbart, soweit nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde.
§ 10 Nutzungsrechte
Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht, HeyLooQ im vereinbarten Umfang für die eigenen geschäftlichen Zwecke zu nutzen. Eine Weitergabe an Dritte oder eine Nutzung für Dritte ist nicht gestattet; ausgenommen sind Zugänge, die der Kunde für eigene Beschäftigte und Beauftragte einrichtet.
An den Inhalten, die der Kunde einstellt, erwerben wir keine Rechte über das hinaus, was zur Erbringung der Leistung erforderlich ist.
§ 11 Daten des Kunden und Datenschutz
Für die personenbezogenen Daten, die der Kunde in HeyLooQ einstellt oder die HeyLooQ in seinem Auftrag abholt, ist er der Verantwortliche im Sinne der DSGVO; wir verarbeiten sie als Auftragsverarbeiter. Es gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag, der Teil dieses Vertrags ist.
Wie wir mit Daten umgehen, für die wir selbst verantwortlich sind — Konto, Abrechnung, Support —, steht in der Datenschutzerklärung.
§ 12 Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer von uns übernommenen Garantie.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht — also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf das Entgelt, das der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis für HeyLooQ gezahlt hat.
Für den Verlust von Daten haften wir nach den vorstehenden Absätzen nur bis zu dem Betrag, der zur Wiederherstellung bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung angefallen wäre.
Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Vorschriften über die Beweislast bleiben unberührt.
§ 13 Änderungen dieser Bedingungen
Wir dürfen diese Bedingungen ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht — etwa geänderte Rechtslage, geänderte Rechtsprechung oder Änderungen an der Anwendung. Änderungen teilen wir dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit.
Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; widerspricht er, können beide Seiten den Vertrag zum Wirksamwerden kündigen. Auf beides weisen wir in der Mitteilung ausdrücklich hin.
§ 14 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag unser Geschäftssitz. Wir dürfen den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen.
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.
Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Fragen zu diesen Bedingungen: service@smobit.de